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Was darf’s denn sein?
Ein Mc Mindfulness
mit Viktor-Orbán-Mayonnaise?
Ein Lillet-Gurken-Spritzer
beim liberal-konservativen
Swing-State-Sudoku?
Oder ein Brexit medium rare
mit Ambivalenzkompetenz?

Ein kurzer Schwarzer?
Sorry, die türkis-pinken Macarons
gibt’s erst ab einem Netto-Jahreseinkommen
über 35 000 Euro.
Aber vielleicht kann ich Ihnen
ein Chlorhühnchen anbieten?
Oder eine von der EU-Saatgutverordnung
bedrohte Paradeisersorte?

Nein, danke, ich kann mich grad
nicht entscheiden,
ich glaub ich nehm
eine Rindsuppe mit Grießnockerln.
20 Decker Faschismus mit Semmelbrösel.
Äh, ich mein,
ist der Lindtner-Kakao
jetzt rosa?

Entschuldigung, wo geht’s hier nach Jamaika?
Ach, einfach geradeaus
mit dem Lastwagen
durch die Fußgängerzone,
dann links,
an Lesben, Schwulen und Transgender-Personen vorbei,
und bei der Migrationsdebatte
rechts abbiegen.
Aber bitte nicht ohne Klimaabkommen.
Ja, natürlich.

Möchten Sie vielleicht auch ein Dessert?
Ein Dessert?
Ja?
Wir hätten da ein Zitronenparfait mit Trump-Tweets an Physalis-Mousse,
einmal geröstete Maroni mit Granatapfel-Vinaigrette,
libanesisches Limettenhuhn auf sauren Gurken,
Theresa-May-Muffins mit Erdoganbeeren
oder postfaktische Trüffelölherzen mit Koriander-Dressing,
Wladimir im Hemd..

Entschuldigung, ich… Ja, vielleicht das Makkaroni-Mousse, äh,
mit Zitronen-Beeren an… Äh, mir ist grad ganz…
Mir wird grad, einen Moment, ich
– –
ich muss kurz…